115 Jahre antonius

1904: Gründung

Das Antoniusheim wird feierlich eröffnet. Die Gründerin Maria Rang ist davon überzeugt, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, dass er lernfähig ist und Stärken und Talente besitzt. Menschen mit Behinderung dabei zu helfen, diese zu nutzen und zu entwickeln, ist das Ziel des Antoniusheims.

Neun Mädchen und elf Jungen werden aufgenommen und von drei Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul betreut.

1905: Heimschule

Die Antonius von Padua Schule wird als Heimschule gegründet; im Jahr 1956 folgt die staatliche Anerkennung als private Heimsonderschule.

Schwester Adolfina Fabra, später Oberin der Vinzentinerinnen im Antoniusheim, ist es ein Anliegen, die Bildungsfähigkeit der Bewohner zu fördern. Sie ist davon überzeugt, dass man Menschen mit einer geistigen Behinderung Unrecht täte, würde man sie nur verwahren und beaufsichtigen.

1930: Ausbildung

Josef Kirsch wird erster Lehrling in der Schusterei und besucht die städtische Berufsschule. Zwei Jahre später gelingt es ihm als erster Bewohner des Antoniusheims, eine Gesellenprüfung abzulegen.

1962:
Goretti

Die Wohngruppe Goretti bezieht ein Haus in der Vinzenzstraße und verlässt damit das Hauptgelände des Antoniusheims. Das macht sie zu einer der ältesten Außenwohngruppen Hessens. 

Angebunden an das Hauptgelände konnten sich zwölf Jugendliche langsam an das selbstständige Leben mit allen seinen Rechten und Pflichten gewöhnen und ihre Grenzen austesten.

1991: Werkstätten

Arbeitsbereiche werden anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM). Damit werden für die Mitarbeiter Sozialbeiträge abgeführt, wodurch sie unter anderem einen Rentenanspruch erwerben.

1999: Perspektiva

Die Perspektiva gGmbH wird gegründet. Unternehmen und soziale Einrichtungen kooperieren, um Jugendlichen, die Lehrstellenanforderungen nicht gewachsen sind, eine Sonderschule besuchen oder keinen Schulabschluss haben, eine Starthilfe ins Berufsleben zu geben.

2006: Startbahn

Die Startbahn wird als Arbeitsschule für berufliche Orientierung, Ausbildungs- und Berufsvorbereitung gegründet. Das Leitprinzip der Startbahn lautet: Jeder hat ein Recht auf eine Ausbildung und für jeden gibt es einen Weg dorthin. Im Jahr 2011 folgt die staatliche Anerkennung.

2014: Grundschule

In der Antonius von Padua Schule wird die erste inklusive Grundschulklasse eröffnet. Kinder mit und ohne Behinderung lernen von- und miteinander. Im Sommer 2018 wird der erste Jahrgang auf weiterführende Schule entlassen. Alle Kinder sind gut vorbereitet in ihren neuen Schulen angekommen.

2015:
Neuer Name

Das Antoniusheim ist inzwischen weit mehr als nur ein Heim und ändert seinen Namen zu antonius - Netzwerk Mensch.

2017:
ambinius

Das ambinius Haus wird eingeweiht. Entstanden aus dem Projekt ambinius, das in speziellen Mitmachaktionen Kinder und Senioren zusammenbrachte, befinden sich im ambinius Haus die schon seit Jahren inklusiv arbeitende antonius KITA und eine Seniorentagesstätte unter einem Dach.

Ein Miteinander von Jung und Alt wird so gefördert.